2001 - Odyssee durch Neuseeland, Vorbereitungen

Eigentlich wollten wir, vielleicht sollte ich besser ich sagen, schon im letzten Jahr nach Neuseeland. Doch als wir noch mitten in der Planung steckten, kamen unsere Freunde - Sigi und Klaus - nach Deutschland und Gunter machte einen Rueckzieher. Letztes Jahr fuehrte uns die Reise dann nach USA und Kanada dies koennt Ihr im Bericht hier nachlesen.

Die Vorbereitungen waren, wie auch im letzten Jahr sehr anstrengend. Trotzt guter Vorlaufzeit und einer gewissen Routine, wird es gegen Ende sehr stessig. Viele Freunde kommen nochmal zu Besuch und mit den Homepages muss alles gut laufen. Meist ist es so, dass gearde dann etwas geaendert wird, wie z.B. das Forum des Liedloff Continuum Netzwerks. Eine Homepage (jung-wein.de) habe ich kurz vorm Abflug ins Netz gestellt:-)

Es liegt sehr nahe, in der Suedsee einen Stopp einzulegen. Auch das war schon immer ein Traum von mir. Die Cook Islands sollen noch bezahlbar sein und aus diesem Grund entschieden wir uns fuer Rarotonga. Die Zimmersuche gestaltete sich jedoch sehr problematisch. Im Internet machte ich mich schlau und entdeckte entsetzt, dass die meisten Zimmer den kleinen Beisatz hatten, dass Kinder unter 12 nicht erwuenscht sind. Nun, alle zusammen sind unsere genau 12 aber das half nicht weiter. Die Hotels, bei denen dieser Beisatz nicht stand, schrieb ich an, nur um dann mails zu erhalten die sagten:"no children" egal wie alt!! Die Fluege mussten aber endllich bezahlt werden, was ich nicht machen wollte, bevor wir das Zimmer sicher haetten. Daher rief ich im Reisebuero an und fragte Herrn Kraemer, der uns immer sehr gut beraet. Der lachte nur und sagte, dass es ihm in seiner 30ig jaehrigen Berufserfahrung auch noch nie untergekommen sei, dass eine Familie mit drei kleinen Kindern nach Rarotonga will. Er rief einen Tag spaeter an und bot uns eine Unterkunft fuer 3500 DM pro Woche (!!!!) an, der Preis kommt so hoch, weil wir drei Zimmer nehmen nuessen - 5 Peronen passen nicht in die vorgefertigten Formulare, auch wenn sie klein sind. Und wir wollen 10 Tage dort sein. Gluecklicherweise haben die Hotels, die keine Kinder beherbergen wollen, trotz allem mein mail weitergeleitet und es meldete sich jemand, der Apartments vermietet. Wir fanden also eine Unterkunft fuer ca. 1000DM und ich hoffe es klappt alles, denn wir haben da keine Sicherheiten. Ansonsten waere die Insel fuer uns nicht in Frage gekommen, was meiner Meinung nach sehr schade waere. Ich hoffe, wir muessen nicht 10 Tage am Strand verbringen.

Waehrend wir packten kam mir die Idee doch nochmal nachzufragen, ob wir im 5,5 m Wohnmobil eigentlich Koffer unterbringen koennen. Das ist wahrscheinlich nicht der Fall (email Abklaerung!) und beim weiteren "froehlichen" Packen wurde es schwierig, denn wir versuchten uns auf Seesaecke zu beschraenken. 2 ineinanderstapelbare Koffe mussten in Ermagelung einer ausreichenden Menge an zusammenfaltbarer Aufbewahrungsobjekte doch mit und ich bin nun sehr auf den Camper gespannt.

Ein grosse Muehe war es den Internetzugang in NZ zu organisieren. aol, was wir speziell fuer Reisen haben, ist dort nicht weit verbreitet und ausserdem viel zu teuer. T-online hat international Roaming aber ist auch recht teuer und evtl nicht zuverlaessig. In einem NZ Reiseforum fragte ich nach und bekam einige Hinweise, die jedoch fuer unseren Fall, also mit Notebook und drei kleinen Kindern nicht in Frage kommen. Doch dann meldete sich Joerg. Der lebt mit seiner Familie je ein halbes Jahr in NZ und die andere Haelfte in Deutschland. Nach ein paar emails bot er mir an, seinen Internetzugang einfach mitzubenutzen, denn er reist mit seiner Famlie auch im Maerz und April. Toll!! Schon bekommen wir die neuseelaendische Freundlichkeit, die von jedem der schon in NZ war, so sehr gelobt wird, zu spueren.

Es dauerte auch recht lange, das Notebook vorzubereiten. Die Sofware habe ich als Sicherheit noch gebrannt, falls wir einen Totalabsturz miterleben wuerden. Einige Spiele habe ich fuer die Kinder, die Emailadresse mussten drauf und einen externen Brenner mussten wir kaufen, weil wir dieses Mal mit einer 3 MPixel Kamera reisen und es wahrscheinlich zu eng wird. Die Sicherheit fuer die Bilder liegt mir natuerlich sehr am Herzen.

Gunter hatte fruehzeitig seinen Pass neu beantragt und wollte den etwa 3 Wochen vor der Reise abholen. Er rief auf dem Amt an und bekam einen grossen Schock: die im Januar bestellten Reisepaesse seien in der Post verloren gegangen und er muesste nocheimal bestellen. Dazu reichte jedoch die Zeit nicht mehr. Nach einigem hin und her stellte sich heraus, dass sein Pass da war, denn er wurde einen Tag vor den Verlorenen beantragt - was ein Glueck. Das Herz konnte aus der Hose wieder an seinen rechtmaessigen Platz ruecken!

Kurze Unterbrechung: wir fliegen gerade ueber Groenland und haben einen Fensterplatz - wow! Kalt aber sehr schoen. Die Kinder geniessen den Ausblick auch sehr, Amy wundert sich jedesmal wieder, dass draussen ein Flugzeug ist und verkuendet es lautstark:-) Noah kam zu den Schluss, dass die Wolken wie das Meer aussehen, worauf Amy gleich reinspringen wollte. Vor ein paar Stunden konnte ich einen schoenen Mondaufgang ueber Island bewundern, und das bei Vollmond, jetzt geht die Sonne ueber Groenland unter.

Zureuck zu den Vorbereitungen!

Beim Packen wollte ich dieses Mal nicht den Fehler machen und zu viele Klamotten fuer die Kinder einzupacken. Daher legte ich alles im Zimmer zusammen und nahm dann wieder die Haelfte weg. Wir haben also 2 Koffer und 2 Reisetaschen. Davon ist sehr viel Photogepaeck dabei, 2 Staive und 280 Filme. Ausserdem viel von den Dingen, die wir in den USA im letzten Jahr kauften - ein gutes Fernglas, Schwimmsachen fuer die Kinder, eine unzerbrechliche Thermoskanne und ebensolche Tasse, gute, sehr praktische Outdoorhosen (mit vielen Taschen und abnehmbaren Hosenbeinen) und zusammenlegbares, multifunktionales Werkzeug. Erst kurz vor dem Aufbruch hatten wir alles zusammen.

packen

Mathilde

Tschuess an Mathilde und Scharek

Am Abend vor dem Abflug rief unser Transfer an, wir sollten um 14:15 Uhr bereit sein. Ich war schockiert, denn das war mir fuer einen 16:30 Uhr Flug viel zu knapp. Es gab einige Disskussion mit Gunter, der den Termin so lassen wollte doch letztendlich rief ich dann nochmal an und bestand auf eine halbe Stunde mehr Sicherheit! Die Frau am Telefon war mitfuehlend und ging auf meine Bitte ein und es stellte sich heraus, dass das unser Glueck war, denn die Autobahn zum Flughafen hatte eine Totalsperrung mit einem kilometerlangen Stau! Wow! Die halbe Stunde Puffer brauchten wir fuer den Umweg und wir konnten noch recht gemuetlich einchecken.

9. Maerz, Flug nach Christchurch via Los Angeles, Fiji, Aukland

Flugzeug

Die Air New Zealand Dame beim Checkin war uebigens sehr nett. Sie war absolut angetan von den Namen unserer Kinder und bedauerte es fast selbst keine mehr zu bekommen.Sie sagte, wir sollten umsatteln und Namensberatung fuer ratlose werdende Eltern anbieten. Das fand ich sehr lustig. In der Warteschlange vor uns stand eine nette Dame, mit der ich mich unterhielt. Es stellte sich heraus, dass sie in Ober Hilbersheim wohnt und Fotografie in Santa Barbara studiert. Zufaelle gibt es!

Und jetzt endlich sitzen wir im Flugzeug, wahrscheinlich brauchen wir ein paar Wochen, bis wir uns vom Vorurlaubsstress erholt haben und ich bin daher sehr dankbar, dass wir 2,5 Monate haben - obwohl ich auch gegen ein paar Wochen mehr nichts einzuwenden haette. Ja, ja, ich kann nicht genug bekommen:-) Ob Reisefieber angeboren ist oder ist es ansteckend und unheilbar? Ich denke, die Kinder lernen viel unterwegs, denn dass es andere Kulturen und Sitten gibt auf der Welt sehen sie dann mit eigenen Augen. Von der letzten Reise erzaehlen besonders Esra und Noah eine ganze Menge und diesmal wird wahrscheinlich auch Amy von der grossen Welt gepraegt.

Noch sitzen wir im Flieger nach Los Angeles und ich weis nicht mal mehr, wie oft die Kinder schon gefragt haben, wie lange es noch dauert - tja , schon muede aber wir muessen noch 6 Mal so lange aushalten!!! Diese Strecke ist die weiteste, die man auf der Welt zuruecklegen kann, so war es in Frankfurt egal, in welche Himmelsrichtung man fliegt, denn nach NZ kommt man immer wenn man nur lange genug geradeaus fliegt.

 goenland
die eisigen Berge von Groenland
im Flugzeug Noch sind wir recht fit! Ein Fensterplatz ist toll fuer die Kinder und mich:-)

In LA wird dasFlugzeug aufgetankt und dann fliegen wir weiter nach Fidji. Dort tanken wir nochmal und es geht weiter nach NZ, wo wir erstmal durch den Zoll muessen. Nach ca. 2 Stunden geht es dann auf die Suedinsel und dort nehmen wir ganz erholt das Wohnmobil entgegen und fahren es im Linksverkehr auf den naechsten Campingplatz oder vor die Tuer von Karen's Eltern (gute Freunde von uns in Christchurch). So, jetzt ist die Batterie leider schon zu Ende und ich versuche auch etwas zu Ruhen, denn die Reise beginnt erst.

So, jetzt schreibe ich aus Christchurch:

Auf dem Flug nach LA schliefen die Kinder kaum, und immer nur Eine(r) stundenweise. Wir hatten gluecklicherweise 7 Sitzplaetze zur Verfuegung. 3 Kinofilme haetten wir anschauen koennen, was aber nicht klappte, da es zwischendurch Essen gab und wir mit den Kindern spielten oder aus dem Fenster schauten. In LA angekommen mussten wir das gesamte Handgepaeck mitnehmen und in einer Transit Lounge fast 3 Stunden warten. Diese war sehr schmutzig aber es gab kostenlose Getraenke (Kaffee, Tee, Limo) , letzteres verschuette Esra und er und Amy waren gebadet. Der Satz Ersatzkleidung kam zum Einsatz. Dennoch war der Teppichboden so klebrig und schmutzig, dass auch diese nach weingen Minuten richtig schwarz war. Es tat sehr gut, die Fuesse zu verteten und Esra nutze diese Chance ausgiebig aus und rannte wie ein Wilder durch die Halle. Nun begann die zweite lange Strecke: 10,5 Stunden Nachtflug , wow! Nach dem Start hatte ich unmoeglich starke Kopfschmerzen - Migraene - und ich wollte mich, weil die Kinder alle eingeschlafen waren vor die Sitzreihe legen, was sofort von einer Stewardess verhindert wurde - das ist verboten! Wir arrangierten die Kinder um und ich legte mich neben Gunter. Ruhen konnte ich jedoch fast gar nicht, denn kurz nach dem Start flogen wir durch sehr schlechtes Wetter und wir wurden so durchgeschuettelt, dass es sogar Gunter uebel wurde. Wir verzichteten alle auf das Essen, denn erstes waren wir viel zu muede und ausserdem drehte sich bei diesen Turbulenzen der Magen um. Die Stewardessen hatten Muehe auf den Beinen zu bleiben. Und einmal wurde die Bedienung sogar voellig eingestellt. Mein Kopf wurde trotz Tablette immer schlimmer und ich ueberlegte schon, die Reise zwischendrin zu unterbechen. Eine nette Stewardess versuchte mir zu helfen, aber es klappte nicht. Sie brachte mir lediglich Paracetamol, was ich auch schon eingenommen hatte. Wahrscheinlich hatte sie auch nicht viel Zeit.. In Nadi , Fidji, landeten wir dann am fruehen Morgen - es war immer noch dunkel - und es haute uns fast von den Socken, denn es regnete bei 26 Grad Celsius. In wenigen Minuten waren wir voellig durchgeschwitz. In der Toilette hatte ich das dringende Beduerfnis meine verklebten Haare zu waschen, das klappte sogar wunderbar und ich fuehlte mich viel wohler.Die Migraene war wesentlich besser auf der Erde und ich kam zu dem Schluss, dass ich wahrscheinlich Probleme mit dem Unterdruck im Flugzeug habe.

Los Angeles
Transfer Lounge in LA
Fiji
Sehr muede dann in Fiji

Esra wollte unbedingt etwas trinken aber diesmal gab es keine kostenlosen Getraenke und wir hatten unsere Getraenke im Flugzeug gelassen. Also kaufte ich mit einem 20 NZ$ Schein eine Dose Sprite und rechnete damit, dass ich auch NZ$ rausbekomme. Fehlanzeige: ich hatte ploetzlich Fiji Dollars in der Hand. Ein sehr teures Getraenk also, denn ich musste zumindest die Muenzen wieder in Umlauf bringen. Jetzt haben wir also ein paar Postkarten und 2 Plastikbecher mehr im Gepaeck.

Von Fiji nach Neuseeland

Nochmal einsteigen und weiter geht's im stroemenden Regen. Wieder in der Luft, brachte die aufgehende Sonne die Wolken und die Insel zum Leuchten.

 Regen
Regen beim Start
Wolken
Sonnenaufgang ueber Fiji

Mittlerweile war mein Kopf absolut unertraeglich. Nasenspray half auch nicht und ich wollte keine weitere Schmerztablette nehmen also fragte ich bei einer Stewardess, was ich noch machen koennte. Sie gab mir eine Schmerztablette und Eukalypus zum Einatmen und eiskalte Lappen fuer die Stirn. Der kalte Lappen half sofort und das Eukalyptus half auch etwas, die Schmerztablette nahm ich besser nicht. Dann kam ein ganz netter Stewart und brachte mir kochendes Wasser mit den kleinen Eukalyptuslaeppchen drin zum Inhalieren. Das half und mein Kopf wurde wieder klar!! Wow - was bin ich dankbar dafuer.

Esra schlaeft
Esra total erschoepft - meist kurz vor der Landung
Eukalyptus
Sieht zwar aus wie ... , ich inhaliere aber nur - so ein Service!

Wir kamen also halbwegs kopfwehfrei in Aukland an und schon die Ansicht aus der Luft begeisterte mich total. Leider sah ich auch viel gerodetes Gebiet, was mich immer wieder sehr traurig stimmt. Aber die vielen gruenen Huegel und das nicht in Quadrate eingeteilte Land sah wunderschoen aus. In Neuseeland mussten wir dann unsere Taschen und Koffer einsammeln und durch den Zoll und die Passkontrolle. Wir haben einiges an Lebensmitteln im Koffer und gingen daher zur Kontrolle. Dazu mussten wir den Koffer oeffnen und die Dame sah sich alles genau an. Aber die verpackte Kindernahrung und auch die Gemuesebruehe wurde nicht reklamiert. Danach gingen wir zum domestic Terminal, wohin uns ein sehr netter Flughafenangestellter begleitete und checkten unserer Gepaeck fuer den letzten Flug ein.

 sPAZIERGANG IN aUKLAND
kleiner Spaziergang in Aukland - von einem Terminal zum anderen
Neuseeland
Neuseeland im Wolkenmeer

Dabei gab es Probleme, denn die Air New Zealand Angestellte ueberpruefte unser Handgepaeck, welches nicht nur die Anzahl ueberstieg, sondern auch das Gewicht. Schweren Herzens gaben wir also 280 Filme ab und ein Grossteil der Kindersachen und unsere Jacken. Dann stellten wir uns ein weiteres Mal an und nach etwa 1 Stunde ging es weiter. Einen dicken Anschiss gab es, weil die Kinder zu laut waren, das frustrierte mich doch gewaltig, hatte ich doch nur Positives ueber die neuseelaendische Freundlichkeit gehoert und nun hatten wir schon zum zweiten Mal Pech. Esra und Noah beobachteten die Flughafenangestellten beim Verladen des Gepaecks und sahen, dass eine Tasche vom Wagen gefallen war. Als einer der Verlademaenner in Sichtweite war, zeigte Esra ihm die Tasche mit Handzeichen und war sehr stolz. Den letzten Flug ueberstand ich wegen der geringeren Flughoehe auch kopfwehfrei. Im Ganzen haetten wir 7 (ja sieben!) Kinofilme sehen koennen und die Mahlzeiten, die einem spaeter sogar fast auf die Nerven gingen, habe ich schon nicht mehr geazehlt. Ich glaube, diese Strecke ist unvorstellbar fuer die, die sie noch nicht zurueckgelegt haben. Die Sonne lachte uns an, als wir in Chirstchurch ankamen und wir wurden sehr freundlich von Karen's Eltern, Pat and Fred, begruesst.

Pat and Fred

Es ist doch schon viel einfacher die nun um 3 Stuecke vermehrten Koffer und Taschen einzusammeln, wenn noch jemand ein Auge auf die Kinder hat. Die Leute vom Camper fanden wir nicht und Fred fragte sich durch, bis er die Nummer hatte und erfuhr, dass das Mobil auf dem Weg sei. Wir packten also das Gepaeck gleich in den Camper und er war sofort gefuellt. Ziemlich klein im Vergleich zum amerikanischen Wohnmobil vom letzten Jahr. Die Formalitaetiten waren in wenigen Minuten geklaert und die Einweisung war wesentlich netter und auch persoenlicher als in den USA.

Dann fuhr Fred das Gefaehrt zu seinem Haus und wir schliefen die erste Nacht in der Garageneinfahrt. Ich haette nicht fahren koennen nach einem solchen Flug (in Zukunft ist SF nur noch ein Katzensprung:-)) Wir mussten auch gluecklicherweise nicht sofort Einkaufen und sparten uns eine groesse Menge Anstrengung. Fuer Neuseelandreisende empfehle ich auf keinen Fall das Wohnmobil direkt nach dem Flug zu uebernehmen, denn es ist zu gefaehrich sich uebermuedet in den Linksverkehr zu stuerzen.

Gunter und Pat
Gunter und Pat
Noah geniesst den Strand
Noah liebt das Meer

Die Kinder versuchten wir wach zu halten. Zuerst spielten sie mit Caleb's und Hannah's Spielsachen, dann rannten sie im Garten und danach gab es noch einen Spaziergang ans sehr nahe gelegene Meer. Das moegen sie alle am liebsten wenn wir auf Reisen sind. Doch dann schliefen sie waehrend des Essens ein - es sah wahnsinnig lustig aus, wie sie so nach und nach sogar mit geschlossenen Augen gekaut haben, Noah packte es am laengsten. Es war gut, sie wach zu halten, denn sie schliefen alle von 8:30 Uhr bis morgens um 7:30Uhr.

12. Maerz Christchurch

Der 10. und 11. Maerz sind uns irgendwie unterwegs abhanden gekommen. Heute war also schon der 12. und wir bekamen ein super Fruehstueck - Gunter war vom Speck mit den Eiern begeistert - dann wuschen wir die Waesche, die schon den Weg in den Waeschesack gefunden hatte und danach kam Lynne zu Besuch, eine gute Freundin von Pat und Fred. Danach fuhren wir erstmals selbst mit dem Camper, was sehr gut klappte, denn wir folgten Fred und Pat einfach zum naechsten Einkaufszentrum. Das Einkaufen ist angenehm, denn die Geschaefte aehneln denen in den USA aber die Preise eher den Deutschen. Ausserdem haben wir sofort deutsches Brot und Broetchen gefunden, was natuerlich recht schnell gelingt, wenn man nette Reisefuehrer hat - herzlichen Dank an dieser Stelle an Pat und Fred. Nur wenige Dinge brauchen wir fuer's Wohnmobil, denn fast alles ist schon drin (ganz im Gegensatz zu den RV's in den USA). Wir brauchten lediglich einen Fussmatte, denn hier gibt es einen Teppich, den wir halbwegs sauber halten wollen, ein paar Kinderkleiderbuegel, und ein paar wieder entfernbare kleine Kleiderhaken fuer die feuchten Handtuecher. Dann fuellten wir den Kuehschrank und den Vorratsschrank mit Lebensmitteln. Der Camper hat entgegen unseren Erwartungen einen cd-Player, jetzt sind alle meine extra bespielten Kassetten nutzlos doch wir sahen sehr guenstige cd's (10DM) die wir auch erstanden. Mit Bach sieht die Landschaft noch schoener aus und ich freue mich schon sehr darauf. Etwas weiter noerdlich gibt es einen sehr schoenen Strand und dort fuhren wir gemeinsam hin, assen Pommes zu mittag und spazierten am Strand. Die Kinder tollten sehr wild herum und genossen die nackten Fuesse im nassen Sand. Doch irgendwann entdeckten sie die Tidepools und von da an planschten sie wie ausgiebig. Amy wurde immer waghalsiger und urploetzlich lag sie im ca 1m tiefen Wasser. Was mich am meisten schockte, war, dass die Jungs einfach weiter spielten und uns (wir waren etwa 10 m weg) nicht einmal riefen. Ich sprang schnell zu Hilfe und zog sie wieder raus. Flott zog ich sie aus und ihr meinen Pulli ueber, denn der Wind war sehr kalt. Ich hoffe, sie ist nun etwas vorsichtiger - ich werde jedenfalls zusehen, dass sie sehr bald schwimmen lernt.

Kinder im Tidepool

Noch trocken, aber nicht mehr lang

Nach dieser Aufregung fuhren wir auf einen Tee zu Lynne. Dort begutachteten wir den Hund und die Katze, was besonders die Kinder mochten und gingen auf einen Spielplatz.

 LynneLynne und ihr Hund dog

Noah und Amy auf der Rutsche

Noah und Amy auf der Rutsche

Das Abendessen gab es wieder bei Pat und die Jungs waren nach Schweinchen Babe total erschoepft und wollten freiwillig ins Bett. Mit dem Internet klappt es noch nicht so gut, denn erst bekam ich den Hinweis, dass die Nummer nicht stimmt und dann habe ich die 08 als Vorwahl eingegeben und es war staendig besetzt. Morgen frueh werde ich es nocheinmal versuchen.

Jetzt sollte ich auch besser schlafen, denn sonst ist meine Familie wach bevor ich regeneriert bin.

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